Afiartis
„wo der Wind wohnt" (Übersetzung aus dem Altgriechischen)
... die griechische Windmaschine pur. Wohl das stürmischste Eck in der Ägäis.
Wer in seinem Urlaub nichts als Starkwind erleben möchte, wer keine Lust hat, auf Wind zu warten, wer abseits vom Massentourismus Erholung finden will, der hat sein Nirvana gefunden – Karpathos (allg. Informationen).
Auf halber Strecke zwischen Rhodos und Kreta gelegen, profitiert dieser Spot von mehreren geographischen Faktoren, so dass der Wind schließlich um 2 bis 3 Beaufort stärker bläst als in den umliegenden Gebieten.
Revierbeschreibungen
Speed Lagoon
Karibikgrünes Wasser, feiner Sandstrand, großer Stehbereich (ca. 70–80 m) und absolute Sicherheit. Ideal für lernwillige Ein- und Aufsteiger!
Könnensstufe 2–6
Gun Bay
Schräg ablandiger Wind, kein Problem mit der Sicherheit (Rettungsboot, vorgelagerte Landzunge), Flachwasserpiste, Stehbereich 10 m.
Könnensstufe 3–6
Devils Bay
Mit dem Transferbus von Chris Schill und seinen Helferinnen ist man etwa 10 Minuten nach der Landung auf Karpathos in der Devils Bay. Und spätestens dann schlägt jedem Surfer das Herz ein paar Beaufort höher. Hier kann einfach keine unter Surfern übliche Hektik aufkommen. Der Wind lässt einen hier spätestens am zweiten Tag einfach cool bleiben. Er kommt früh am Morgen (wenn er nicht die ganze Nacht durchbläst) und wird spät am Abend ein bisschen weniger, mit leichten Schwankungen tagsüber. Hier kann (und muss) man einfach nicht den ganzen Tag surfen, man surft, wenn man Lust hat und nicht, wenn der Wind bläst – um nur ja keinen Wind zu versäumen. Er bläst sowieso den ganzen lieben Tag lang.
Der Wind ist in der Devils Bay (nomen est omen) um ca. 1–2 Bft. stärker als in den anderen Buchten – sicherlich die windstärkste Surfbucht des Mittelmeeres. In der langgestreckten Sand-Kieselbucht bläst der Wind völlig ungebremst und bis auf wenige Stellen unverwirbelt konstant schräg ablandig. Je nach Windstärke bekommt man von absolutem Flachwasser bis zu 50 cm „hohen" Windwellen alles unter die Bretter, die des Surfers Welt bedeuten. Etwas außerhalb der Bucht erwarten einen auch mal gut einen Meter hohe Düngungswellen.
Das TopStageSurfCenter unter der Leitung von Christoph Schill bietet immer aktuelles Material von F2 und Arrows, wobei die Segel – das ist ziemlich einzigartig – zweimal pro Saison gewechselt werden, so dass fast immer jungfräuliche Riggs zur Verfügung stehen. Ein großes Motorboot, Revierbeobachter und eine in ca. 5 km Entfernung weit ins offene Meer ragende Landzunge sorgen für die nötige Sicherheit. Am Strand befinden sich neben dem Surfcenter Sonnenschirme, Liegen und eine Süßwasserdusche.
Ist der Wind einige Tage sehr stark, werden Ausflüge zum Wellenspot auf der anderen Seite der Insel angeboten, da sich dann dort eine tolle Windwelle aufbaut. Der Wind kommt sideshore von rechts und ist um ca. 2 Beaufort schwächer als in der Devils Bay. Die Bucht ist ungefährlich zu befahren, der Start erfolgt von einem breiten Sandstrand aus. Das Material wird mit Anhängern und Kleinbussen in die Bucht gebracht.
Könnensstufe 3–6
Fotos – Devils Bay
Halse in der Devils Bay
Unterkunft
Zum urigen Beach Hotel Poseidon sind es per Bus nur 5 Minuten (täglich mehrmaliger Shuttle-Transfer vom Hotel zur Devils Bay und zurück). Das Poseidon Beach Hotel ist ein gemütliches, familiäres Hotel mit 37 Zimmern, direkt oberhalb einer traumhaft schönen Bucht mit kristallklarem Wasser gelegen. Die Zimmer sind inseltypisch eingerichtet und haben alle WC/Dusche sowie Terrasse/Balkon mit Meerblick. Das Frühstück auf der Terrasse genießt man mit dem Blick in die wunderschöne Bucht.
Dieser flache Landstrich im Inselssüden gilt als windsicherstes Gebiet Europas. Mehrere Surfstationen verleihen Bretter und geben Unterricht.
„Poseidon" – 13 Kilometer südlich von Pigádia, ab Flughafen
ausgeschildert, Tel./Fax 22020; DZ ab 60 Mark inkl. Frühstück.
Einsame Lage, absolut ruhig, viele Stammgäste.
Windstatistik
| Bft | 31.7. | 1.8. | 2.8. | 3.8. | 4.8. | 5.8. | 6.8. | 7.8. | 8.8. | 9.8. | 10.8. | 11.8. | 12.8. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 10 | |||||||||||||
| 9 | |||||||||||||
| 8 | |||||||||||||
| 7 | |||||||||||||
| 6 | |||||||||||||
| 5 | |||||||||||||
| 4 |
Auf einen Schlag …
- Generell:
- Karpathos ist touristisch noch relativ wenig entwickelt.
- Filmen & Fotografieren:
- Keine Einschränkungen; bei Ausflügen keine Militäranlagen fotografieren!
- Klima:
- Mittelmeerklima, nachts ca. 6–10 °C kühler als mittags, im Juli/August etwas schwül.
- Neopren:
- 3–4 mm Vario (Kurzarm) oder Shorty, Surfschuhe nicht nötig.
- Sprache:
- Griechisch; fast alle Hotelangestellten und Surfstationsleiter sprechen Deutsch und Englisch.
- Strom:
- 220 V, kein Adapter notwendig.
- Telefon:
- Internationale Verbindungen aus Hotels relativ teuer, günstiger per Handy.
- Trinkgelder:
- Wie bei uns üblich.
- Trinkwasser:
- Leitungswasser hat gute Qualität, nicht viel davon trinken!
- Verkehrsmittel:
- Taxis (ca. 1 Mark/km), haben sich auch auf die Beförderung von Surfboards eingestellt.
- Zeitzone:
- +1 Stunde zu mitteleurop. Sommerzeit.
Weitere Informationen
- Vorwahl:
- Tel. 0245.
- Anreise:
- Mit dem Flugzeug: Charter direkt nach Kárpathos ab Mitte Mai (ab 570 Mark). In der Vorsaison: über Athen oder nach Rhódos fliegen, von dort bis zu viermal täglich mit kleinem Propellerflugzeug weiter (56 Mark einfach). Mit der Fähre: von Rhódos viermal/Woche (5 Std., 35 Mark); von Athen dreimal/Woche (20 Std., 47 Mark). Fährinfo: G.&A. Ferries, Athen, Tel. 01-4199100, Fax 4199106.
- Karte:
- Karte des Schweizer Kartographen Arne Rohweder, in deutschen Reisebuchläden erhältlich.
- Mobil auf der Insel:
- Auto-, Motorrad- und Fahrradverleih in Pigádia sowie in Amopí, Arkéssa und Lefkós (ca. 50 Mark/Tag).
- Infos:
- Possi-Travel, A. Karpathéon in Pigádia, schräg gegenüber der Nationalbank, Tel. 22235, Fax 22252 (Vorsaison ab 18 Uhr).
- Reiseführer:
- Antje und Gunther Schwab: Kárpathos, Michael Müller Verlag, 1995, 29,80 Mark.